Gesellschaft für freie Publizistik

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Neonazismus

Geschichtsrevisionismus

politische Gesellschaft


Die Gesellschaft für freie Publizistik (GfP)
ist nach Einschätzung des Bundesamtes für Verfassungsschutz
die größte rechtsextreme Kulturvereinigung in Deutschland
und steht der NPD nahe.

"Gesellschaft für Freie Publizistik"
in der deutschsprachigen wikipedia

Die Gesellschaft für freie Publizistik (GfP) ist nach Einschätzung des Bundesamtes für Verfassungsschutz die größte rechtsextreme Kulturvereinigung in Deutschland und stand zumindest im Jahr 2005, laut Verfassungsschutzbericht aus dem Jahre 2006, der NPD nahe.
(Die mit etwa 500 Mitgliedern weiterhin größte rechtsextremistische Kulturvereinigung Gesellschaft für freie Publizistik e. V. (GfP) hat unter Leitung von Andreas MOLAU, dem stellvertretenden Chefredakteur der NPD-Zeitung Deutsche Stimme und zeitweiligen Berater der NPD-Fraktion im Sächsischen Landtag, ihren im Jahr 2005 eingeschlagenen Kurs der Annäherung an die NPD beibehalten. Quelle: Verfassungsschutzbericht 2006, S. 142 (pdf))
Sie gibt als Kontaktadresse ein Sekretariat mit Postfach in Oberboihingen bei Nürtingen an ([1] (Thomas Grumke, Bernd Wagner (Hrsg.): Handbuch Rechtsradikalismus. Opladen 2002, S. 379.)
[2] und ist in mehrere regional tätige Arbeitskreise untergliedert [3] [4]. Ihr gehören vor allem rechtsextreme Verleger, Buchhändler, Redakteure und Schriftsteller an. Die GfP sieht ihre Aufgabe darin, „sich für die Freiheit und Wahrheit des Wortes einzusetzen“, wobei die GfP unterstellt, dass Freiheit und Wahrheit – beispielsweise auf dem Gebiet der Zeitgeschichtsforschung – in Deutschland unterdrückt werden.
(Aus: Landesamt für Verfassungsschutz Baden-Württemberg über GfP)

Gründung

Die GfP wurde 1960 von ehemaligen Angehörigen der NSDAP und der SS gegründet.[5] Eine besondere Rolle kam dabei dem ehemaligen stellvertretenden Reichspressechef der NSDAP, Helmut Sündermann, zu. Mitgründer waren außerdem Kurt Ziesel, Erich Kern, Herbert Böhme und der einstige persönliche Referent des NS-Außenministers Joachim von Ribbentrop, Peter Kleist.

Die GfP schrieb hierzu: „Zu Pfingsten 1960 trafen sich in Neustadt an der Weinstraße Verleger, Redakteure, Schriftsteller, Buchhändler und Freunde einer freien Publizistik, um sich gegen eine unheilvolle Entwicklung zu verbinden.“ „Anläßlich der Frankfurter Buchmesse 1960“ sei die Gesellschaft für freie Publizistik als eingetragener Verein gegründet worden.[6]

Vorstände

Vorstandstätigkeiten üben bzw. übten seit 1991 unter anderem folgende Personen aus:

Gert Sudholt übernahm 1973 den Vorsitz und wurde 1983 durch Holle Grimm abgelöst. 1991 bis 2005 war Rolf Kosiek – ein Multifunktionär im rechtsextremen Spektrum aus Nürtingen – erster Vorsitzender, von 2005 bis 2010 war Andreas Molau Vorsitzender der GfP und Rolf Kosiek zusammen mit dem mehrfach wegen Volksverhetzung vorbestraften Gert Sudholt zweiter Vorsitzender. Mit Molaus Vorstandschaft fand eine Hinwendung zur NPD statt. Seit Mai 2010 ist Martin Pfeiffer Vorsitzender der GfP.

Zusammenarbeit

Von Beginn an arbeitete die GfP eng mit dem Deutschen Kulturwerk Europäischen Geistes und deren späterer Abspaltung, der Deutschen Kulturgemeinschaft, zusammen. Spätestens seit den 1990er Jahren ist ein erheblicher Einfluss der Redaktion der Zeitschrift Nation und Europa auf die GfP zu verzeichnen. Seit 2000 arbeitet die GfP eng mit der Deutschen Studiengemeinschaft (DSG) zusammen, einem rechtsextremen Zirkel<ref>Vgl. "Glossar Rechtsextremismus" der "Bundeszentrale für politische Bildung", siehe [7].

Themen

Themen der GfP sind insbesondere die „Infragestellung der Vergasung von Millionen von Juden“ (nach Helmut Rannacher, früherer Präsident des Landesamtes für Verfassungsschutz Baden-Württemberg; siehe hierzu Holocaustleugnung), das Bestreiten oder das Relativieren der Kriegsschuld Deutschlands, die „Ausländerfrage“, die „Meinungsfreiheit für nationale Publizistik“ und weitere revisionistische Theorien und Ansätze. Zu den Hauptaufgaben der GfP gehört die Förderung der Zusammenarbeit rechter und rechtsextremer Verleger sowie zwischen Verlegern und Autoren und die politische und juristische Unterstützung im Fall von polizeilichen oder staatsanwaltlichen Ermittlungen gegen die Verfasser rechtsgerichteter Schriften. Auch verbreitet die GfP in ihrem Webauftritt an prominenter Stelle – Eingangsseite ihres Webauftritts – Ansichten wie „‚Nigger‘ ist kein Schimpfwort“ (gfp-netz.de vom 17. Dezember 2007).

Die GfP will – wie sie es ausdrückt – einen Beitrag zu einem Kontrastprogramm zu der „täglichen Indoktrination“ eines „politisch korrekten, dem Zeitgeist entsprechenden Denkens, das aber eine seine Substanz und Zukunft zerstörende Wirkung hat“, liefern. [8]

Kongresse und Publikationen

Die GfP organisiert Jahreskongresse, an denen insbesondere Autoren, Wissenschaftler und Politiker aus dem rechtskonservativen bis rechtsextremen Spektrum teilnehmen. Sie sind ein wichtiger Ort für Strategiediskussionen, mit denen die GfP versucht, unter anderem durch Preisverleihungen Einfluss auf die Gegenwartspublizistik zu nehmen. Einige Referenten waren oder sind Mitglieder der NPD, des Witikobundes oder veröffentlichen in Zeitschriften wie Nation und Europa. Auch einzelne CDU-Mitglieder wie Albrecht Jebens oder Hans-Helmuth Knütter hielten Vorträge bei der GfP. Die Vorträge der Kongresse werden von der GfP in Sammelbänden veröffentlicht. Außerdem erscheint vierteljährlich das Das Freie Forum als Organisationsrundbrief.

Liste von Vortragenden

Zu den Vortragenden, die vielfach auch Mitglieder der GfP sind, gehören u. a.:
(Gesellschaft für freie Publizistik: 60 Jahre Kriegsende. Befreiung von der Befreiung, Kongress-Protokoll 2005; S. 190)

Preisverleihungen

Seit 1962 verleiht die GfP auf ihren Jahreskongressen die Ulrich-von-Hutten-Medaille an Personen, die sich, aus Sicht der GfP, „besonders stark für die Freiheit der Meinungsäußerung und die historische Wahrheit in der Zeitgeschichte eingesetzt“ haben. Preisträger sind:
(Angaben und Verleihungszweck der GfP-Webseite entnommen.[9])

2008 verlieh die Gesellschaft ihren jährlichen Förderpreis für Publizistik der Zeitschrift Hier & Jetzt, einem vierteljährlich erscheinenden Organ der Jungen Nationaldemokraten.
(o. V.: Beitrag zu Hier & Jetzt im Netz gegen Nazis)

Verbundene Verlage

Eng mit der GfP verbunden sind der Grabert Verlag, die Verlagsgesellschaft Berg und der Nation Europa-Verlag, die von ihr profitieren.
(Vgl. Armin Pfahl-Traughber: Rechtsextremismus in der Bundesrepublik. München 1999, S. 34.)

Weblinks

YOUTUBE CHANNEL
Ges. für freie Publizistik VIDEOS

"Netz gegen Nazis"
über die "Gesellschaft für freie Publizistik"

homepage

auf der Starseite großes Inserat der ZUERST!

“In schöner Harmonie…“
– Ein Bericht von der 50. Jahrestagung der Gesellschaft für freie Pulizistik (GFP)
(31.05.10) May 31st, 2010 · Post your comment (5 Comments)

Herbert Fleissner "Strippenzieher und Mäzen" "Der Verleger Herbert Fleissner (CSU) zeigt wenig Scheu gegenüber extrem rechten Kreisen."

Rabehl als vorgesehener Redner bei der ausgefallenen Herbst-Jahreskongress
der "Gesellschaft für freie Publizistik"

12 JAHRE OHNE KONSEQUENZEN
Panorama vom 06. Juni 2002
Vertuschen und verdrängen - Rechtsradikale in der CDU

http://daserste.ndr.de/panorama/media/cdu100.html

CDU-Nazis
4.152 Aufrufe
http://www.youtube.com/watch?v=mnJGxOdfu2A
http://www.youtube.com/user/AgainstFascismTV

Geschichtsrevisionismus== ACP-Vorstandsmitglied
2007 ACP-Tagung 21. + 22. April in Krelingen == mit
dem ehemaligen Ministerpräsident von Niedersachen, Ernst Albrecht (CDU),
der ehemaligen Tagesschausprecherin Eva Herman,
dem ACP-Vorstandsmitglied Prof. Dr. Konrad Löw,
dem Bundesvorsitzende der Partei Bibeltreuer Christen(PBC), Dr. Walter Waiblen,
und dem Innenminister von Brandenburg, Jörg Schönbohm (CDU),

Nach den Rechten sehen aus: Antifaschistische Nachrichten 02/Januar 2007

Rechte Geschichte(n) auf DVD
Gescher/Hamburg. "In Nürnberg sollte Recht gesprochen werden, doch es war Siegerjustiz",
so der Pressesprecher der "Landsmannschaft Ostpreußen", Bernhard Knapstein,
in einem Beitrag im "Ostpreußenblatt/PAZ" zum Ende des Jahres 2006.
Der "Nürnberger Prozeß taugt jedenfalls nicht als Maßstab für internationale Strafgerichtshöfe",
so Knapstein über den DVD-Film "Death by Hanging . Tod durch den Strang. Nürnberger Prozeß: Recht oder Rache ?",
der von der Firma "Polar Film + Medien GmbH" im westfälischen Gescher vertrieben wird.
Zu Wort kommen in dem Film "Experten" wie der ehemalige Gorbatschow-Berater Wjatscheslaw Daschitschew,
heute gern gesehener Referent bei der DVU und Autor in der "Deutschen Nationalzeitung",
der "Junge Freiheit"-Anwalt Alexander von Stahl,
der Historiker Prof. Franz Seidler, 2005 Referent bei der neofaschistischen "Gesellschaft für freie Publizistik"
und der Völkerrechtler Alfred Maurice de Zayas, ein häufig gesehener Gast beim "Bund der Vertriebenen" und seinen Landsmannschaften.
Die DVD-Dokumentation über den Nürnberger Prozeß ist nur eine von zahlreichen Geschichts-Hörbüchern bei "Polar Film".
Das Hörbuch "Der zweite Dreißigjährige Krieg" des rechten Generalmajors a.D. Gerd Schultze-Rhonhof
findet man dort ebenso wie die Erinnerungen des ehemaligen NS-Reichsjugendführers Artur Axmann,
der BDM-Reichsreferentin Jutta Rüdiger und des NS-Jagdfliegers Hajo Herrmann.
Geschäftsführer der Firma in Gescher ist Johannes Haneke.
Ihm steht als Prokurist Karl Höffkes aus Dorsten zur Seite.
Höffkes gehörte in den 80er Jahren dem Vorstand der neofaschistischen "Gesellschaft für freie Publizistik" an,
war Autor in der aus dem "nationalrevolutionären" Spektrum kommenden Zeitschrift "Wir Selbst"
und im einschlägig rechten "Arndt-Verlag".
Bis 2005 hatte im Firmengebäude von "Polar Film" auch die "Dokuvision GmbH" ihren Sitz,
die die Produktion von Bild- und Tonträger als Gegenstand ihrer Tätigkeit ansieht.
Deren Geschäftsführer ist Kristof Berking aus Hamburg.
Berking war in den 90er Jahren Autor in der "Jungen Freiheit" und Landesvorsitzender des extrem rechten "Bund Freier Bürger" (BFB). Im vergangenen Jahr hatte er den "Junge Freiheit"-Appell "für die Pressefreiheit" unterzeichnet.
Bis 2001 waren Haneke und Höffkes Prokuristen bei der "Dokuvision GmbH", die nun ihren Sitz in Hamburg hat (hma).

GfP-Preisträgerin Dr. Angelika Willig