Emanzipation

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Emanzipation
in der deutschsprachigen wikipedia

Emanzipation stammt von dem lateinischen emancipatio,
was „Entlassung aus der väterlichen Gewalt“
oder auch die „Freilassung eines Sklaven“ bedeutet.

Im 17./18. Jahrhundert erfolgte eine Bedeutungsverschiebung:
Aus dem Akt des Gewährens von Selbstständigkeit wurde eine Aktion gesellschaftlicher
und insbesondere politischer Selbstbefreiung
(siehe auch Mündigkeit (Philosophie)).
Neben die äußere tritt die innere Emanzipation:
als Befreiung aus eigener Unmündigkeit
und den Fesseln von Tradition, gesellschaftlichen Normen und vorgegebener Weltanschauung.
Ziel emanzipatorischen Bestrebens
ist ein Zugewinn an Freiheit oder Gleichheit,
meist durch Kritik an Diskriminierung oder hegemonialen z. B. paternalistischen Strukturen,
oder auch die Verringerung von z. B. seelischer, ökonomischer Abhängigkeit, etwa von den Eltern.
Heutzutage steht der Begriff häufig synonym für die Frauenemanzipation.

Oft bezeichnet Emanzipation die Befreiung von Gruppen,
die aufgrund ihrer Ethnizität, Geschlecht, Klassenzugehörigkeit usw. diskriminiert
und von politischen Entscheidungsprozessen ausgeschlossen waren
(z. B. Judenemanzipation – siehe unten – oder Katholikenemanzipation).
Für diesen weiteren Begriff politischer Emanzipation
hat sich im US-amerikanischen Sprachgebrauch
auch die Bezeichnung empowerment (wörtl. „Ermächtigung“) durchgesetzt.

zuvor stand da auch noch "Rasse"