Präventivkriegsthese

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Präventivkriegsthese
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Als Präventivkriegs- oder Präventivschlagthese, auch Präventivkriegslegende,[1]
wird die Behauptung bezeichnet, der deutsche Angriff auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941
habe einen bevorstehenden sowjetischen Angriff auf das Deutsche Reich verhindert.
Er sei daher kein völkerrechtswidriger Angriffskrieg,
sondern ein vom Kriegsvölkerrecht gedeckter Präventivschlag gewesen.[2]
Die Rote Armee sei im Frühjahr und Sommer 1941
für einen Angriff aufgestellt und dieser sei beabsichtigt gewesen.

Diese These hatten Fachhistoriker in den 1960er Jahren entkräftet.
1985 wurde sie erneut publiziert; neue Dokumentenfunde
wurden seit 1990 zeitweise auch in der Geschichtswissenschaft diskutiert.
Durch internationalen Forschungsaustausch wurde die These bis 1997 nochmals widerlegt.
Sie gilt als Hauptbestandteil des Geschichtsrevisionismus im deutschen Rechtsextremismus,
der auf die Relativierung oder Leugnung der Kriegsschuld und Verbrechen NS-Deutschlands zielt.[3]

Anhänger, Vertreter, Propagandisten der Präventivkriegsthese

Werner Maser

Uri Milstein

integriert in der unvollständigen Materialsammlung
"Rechte Gewalt im Kontext"